Was ist zu tun bei einem Herzstillstand? Wie werde ich meiner Verpflichtung gerecht, in einer lebensbedrohlichen Situation das Richtige zu tun? Welche Hilfsmittel unterstützen Ersthelferinnen und Ersthelfer dabei, eine Herz-Druck-Massage so anzuwenden, dass die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes nicht bloß verstreicht, sondern wirklich lebenserhaltend wirken kann? Ein Team von Intensivpflegerinnen und -pflegern des Johannes-Hospitals hatte Schulen zur Teilnahme an einer praxisnahen Fortbildung für lebensrettende Maßnahmen in den hauseigenen Ausbildungsräumen eingeladen, der am 16. Dezember 2025 nun Lehrkräfte des Helmholtz-Gymnasiums gefolgt sind.
Nach dem freundlichen Empfang und kurzer Einführung ging es in flottem Tempo ans Krankenbett, um am Patienten-Dummy praxisnah den Ablauf einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) durchzuführen. In der zweistündigen Fortbildung gelang es dem Fortbildungsteam eine Notsituation realitätsnah zu simulieren und die Teilnehmenden dazu zu bringen, situationsgerecht zu handeln.
Für die Laienreanimation sind dabei Hilfsmittel eingesetzt worden, die in einer öffentlichen Einrichtung zur Notfallausstattung gehören sollten, wenn das Personal dessen Handhabung gelernt hat. Und so wurde am Fortbildungsnachmittag nicht nur Wissen aus dem einst absolvierten Erste-Hilfe-Kurs reaktiviert, sondern es ist auch die richtige Handhabung des Mund-Rachen-Tubus in Kombination mit dem Beatmungsbeutel gelernt und die Herzdruckmassage unter Anleitung durchgeführt worden. Eine Neuigkeit stellte bei der Wiederbelebung der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) dar, der für Laien die Behandlung von Kammerflimmern per Elektroschock möglich macht und in Realsituationen die Überlebenschance von Patienten zusätzlich erhöhen kann.
Vielen Dank an das Team um Sarah Müer vom Johannes-Hospital für die praxisnahe Fortbildung, die die persönliche Hemmschwelle, in einer Notsituation tatsächlich zu helfen, gesenkt hat – und für die Überreichung von Notfallequipment, dass am Helmholtz-Gymnasium seinen Platz bekommen und sicher auch noch ergänzt werden wird. Es wird wichtig sein, zu wissen wo es ist und wie es benutzt wird.