Demokratiebildung im Dialog: Sowi-LK besucht ZfsL in Dortmund

Von Meliha Trtovac

Am 05.12.205 besuchte der Leistungskurs Sozialwissenschaften des Helmholtz-Gymnasiums zum ersten Mal das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Dortmund. Gemeinsam mit den Leitungen der ZfsLs aus dem Regierungsbezirk Arnsberg, Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Ausbildungsschulen, Universitäten und weiteren Institutionen, kamen die Schülerinnen und Schüler in den Diskurs zum Thema: „Lehrkräfteausbildung jetzt und in Zukunft gemeinsam verantworten: DemokratieBILDUNG in Schule und Seminar reflektiert gestalten“. Die Demokratie ist mehr als nur eine Regierungsform, vielmehr sollte sie als grundlegender Leitfaden für das Zusammenleben in der Gesellschaft dienen, in der wir gemeinsam Erfahrungen sammeln und in den konstruktiven Austausch kommen. Die Schule erscheint vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung, zunehmend als ein essenzieller demokratiebildender Ort.

Die Veranstaltung diente in erster Linie der Bewusstmachung, wie jeder dazu beitragen kann, dass die Demokratiebildung zum integrativen Bestandteil der Lehrkräfteausbildung und der schulischen Wirklichkeit wird. Nach der Begrüßung und dem thematischen Auftakt in den Tag, durch die Organisatoren Dr. Peter Lücke und Michael Angenendt vom Dezernat 46, folgte eine Keynote Präsentation zum Thema „Demokratiebildung“ durch Prof. Dr. Andreas Petrik. Herr Petrik ist Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Bereich Didaktik der Sozialkunde. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler bereits aktiv ihre Sichtweisen und Eindrücke aus der Schule einbringen. Darauf folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Schule und Seminar – Schlüsselorte der Demokratiebildung?“, bei der Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Institutionen zu Wort kamen und ihre Auffassung von Demokratie in der Schule und im Seminar darstellten und auf aktuelle Schwierigkeiten in Bezug auf die Umsetzung in der Praxis hinwiesen. Nach der Mittagspause begann der Workshop: „Konkretisieren Sie Ihren Beitrag zur Demokratiebildung in Seminar und/oder Schule!“. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler eigenständige Ideen und Vorschläge bezüglich der Implementierung von Demokratie an Schulen einbringen. Dabei kamen sie in den Dialog mit einzelnen Teilnehmenden der Schulaufsicht oder der Bezirksregierung und konnten dadurch andere Perspektiven kennenlernen.

Besonders spannend war der Austausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern und Schülerinnen und Schülern hinsichtlich aktueller Probleme wie Rassismus oder Rechtsextremismus im Schulleben und dessen Bekämpfung. Die Veranstaltung war insofern lehrreich, da wir aktiv in die Problemlösung eingebunden wurden und uns dementsprechend mit politischen Aussagen kritisch auseinandersetzen durften.

Die Exkursion hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf neue Sichtweisen einzulassen und dass diese nicht nur eine Bereicherung sind, sondern die Voraussetzung für das Miteinander in einer Demokratie bilden.

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