Von HB
Heute waren wir ein letztes Mal im Skigebiet. Nach einer musikalischen Erwärmung schärften einige noch ihre Kurven weiter aus, während andere erneut die blaue 9 unsicher machten. Zur Freude unserer Lehrkräfte verletzte sich niemand mehr trotz Erschöpfung. So war der letzte Skitag der Abschluss einer erfolgreichen Woche, in der die meisten sicheres Skifahren lernten. Nachdem wir unser Skimaterial abgegeben hatten, wurden die letzten Vorbereitungen für die Abfahrt getroffen. Unsere liebe Frau Zalewski wurde als Heldin der Woche gekürt und der Abend wurde mit Tischkicker, Karaoke und Spielen beendet. Jetzt freuen wir uns, zurück ans HGDO zu kommen.
Nun heißt es ein letztes Mal: Ski you in der Schule …
Von Siham
Der letzte Tag begann früher, als uns lieb war. Punkt 6:15 Uhr wurden wir mit lauter Musik und entschlossenem Klopfen aus dem Schlaf gerissen. Sanft war anders – aber effektiv. Noch halb im Traum stolperten wir aus den Betten, packten Koffer, sammelten letzte Socken ein und räumten unsere Zimmer, damit schon bald die nächsten Schüler*innen einziehen konnten. Spätestens jetzt wurde klar: Das war unser letzter Morgen auf dieser Skifahrt.
Beim gemeinsamen Frühstück zeigte sich, wie viel Kraft die vergangenen Tage gekostet hatten. Manche gaben dem Schlaf endgültig nach und machten es sich kurzerhand auf dem Flurboden bequem. Andere nickten direkt am Tisch ein. Energie? Kaum noch. Müdigkeit? Umso mehr.
Der Flur verwandelte sich anschließend in eine skurrile Mischung aus Treffpunkt, Schlaflager und Menschen-Kissenburg. Während einige von uns übereinander lagen, versuchten die Wacheren gemeinsam mit den Lehrkräften, mit Schlagermusik und spontanen Tanzeinlagen für Stimmung zu sorgen. Der Erfolg war überschaubar – das Gelächter dafür umso größer.
Gegen 8 Uhr rollte endlich unser Bus vor. Koffer rein, Plätze gesucht – und kaum hatte sich der Bus in Bewegung gesetzt, kehrte Ruhe ein. Nach nicht einmal zehn Minuten schlief gefühlt der ganze Bus. Selbst die Lehrkräfte schlossen die Augen. Erst um 10 Uhr, bei unserer Pause an der deutschen Grenze, kam langsam wieder Leben in die Gruppe. Frische Luft, Snacks und Toilettengänge wirkten Wunder. Zurück im Bus wurde gelacht, geredet und Musik gehört. Während einige Lehrkräfte gebannt Wintersport auf einem Tablet verfolgten, schauten andere eine Sportdokumentation. Bei Erfolgen wurde laut gejubelt – sehr zur Freude der einen und zum Leidwesen derjenigen, die einfach nur weiterschlafen wollten.
Nach rund vier Stunden Fahrt legten wir einen weiteren Stopp ein, um Hunger und Müdigkeit zu bekämpfen. Die 30 Minuten Pause waren kurz, aber dringend nötig. Danach war endgültig niemand mehr im Schlafmodus. Die Musikbox wechselte den Besitzer – und plötzlich sang der gesamte Bus für unser Geburtstagskind Abdullatif. Ein Moment, der zeigte, wie sehr wir in dieser Woche zusammengewachsen waren. Die letzten zweieinhalb Stunden vergingen mit Gesprächen, Lachen und müden, aber glücklichen Gesichtern. Bei der letzten Pause wurden Rubik’s Cubes gedreht, neue Rekorde versucht und die Lehrkräfte präsentierten überraschend ambitioniert ihre – teils eingerosteten – Skills. Dann ging es auf die finale Etappe Richtung Dortmund.
Mit jedem Kilometer wurde deutlicher: Diese Reise ging zu Ende. Doch geblieben sind Erinnerungen an Schnee, Musik, Gespräche bis tief in die Nacht, gemeinsames Lachen, Erschöpfung – und diese besonderen Augenblicke, die man nie vergisst, gerade weil sie einmalig waren.
Im Namen der EF sagen wir danke für eine Skifahrt, die weit mehr war als nur eine Reise. Sie war gemeinsame Zeit. Gemeinschaft. Erlebnis.
Und so verabschieden wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge:
Bye bye Skifahrt 2026 – du wirst uns fehlen.